J wie Januar 2021

Ganz reimfrei, dafür mindestens genauso persönlich, möchte ich in diesem Jahr Monat für Monat einen Rückblick wagen. Los geht es also!

JANUAR

Was für ein sonderbarer Start in ein neues Jahr. Wir haben auf Feuerwerk verzichtet (wobei mir persönlich das sehr leichtfällt, bin ich doch mit Wunderkerzen großgeworden), auf große Gesellschaft ebenfalls (auch kein Beinbruch mit zwei kleinen Kindern), genau wie auf gute Vorsätze (es gibt nur ein Ziel: Durchkommen, bis dieses Virus in Schach gehalten werden kann!). Und vielleicht liegt genau darin unser großes Glück für 2021: Die Erwartungen sind niedrig. Natürlich hoffen wir inzwischen alle, dass in Richtung Herbst das Impfen seine positive Wirkung zeigt und wir den kommenden Winter wieder deutlich freier leben können als den laufenden. Aber sind wir sicher? Nicht mal ansatzweise. Außerdem benötigen wir unsere Gedanken im Hier und Jetzt. Wie bekommen wir Arbeit und Kinderbetreuung organisiert? Was essen wir heute (die größte Herausforderung für ungeübte Köche wie mich)? Wer schreit gerade am lautesten nach Aufmerksamkeit? Wie geht es Familie und Freunden? Und wo bleibt eigentlich die Zeit für uns selbst?

Gefühlt hatten wir einen Monat lang abwechselnd Regen und Schnee, dazu dank Lockdown einen extrem kleinen Bewegungsradius. Farbe bekam der Januar dennoch. Durch wunderbare Momente auf dem Schlitten, spielend wie bastelnd am Wohnzimmertisch und unzählige Abende, an denen der Matsch auf den Schuhen von ausgelassenem Frischluftvergnügen zeugte. Nicht zu vergessen das absolute Eltern-Highlight, mit genauso wenig Tamtam wie zu Silvester ein Fläschchen-freier Haushalt geworden zu sein. Endlich!

Der zeitliche und emotionale Stress ist dabei so alltäglich geworden, dass er irgendwo nebenher gleitet und immer öfter in Vergessenheit gerät. Nicht vergessen bleiben gegen eben diesen Stress meine regelmäßigen Zuhause-Fitnessstunden; eine Routine die ich aus dem letzten Jahr hinübergerettet habe, und die mich Woche für Woche mit Energie versorgt. Somit begegne ich dem Februar voller Optimismus. Und dafür bin ich einfach nur dankbar.

PS: Ein weniger persönlicher Moment sei auch noch festgehalten: Die Amtseinführung von Joe Biden als neuem US-Präsidenten ging irgendwie im allgemeinen Chaos unter. Aber die Rede von Amanda Gorman als „Inaugural Poet“ war wirklich berührend und ihr Gedicht absolut kraftvoll und brillant. Wer sie noch nicht gehört hat, sollte das unbedingt nachholen.

Veröffentlicht von Eva Maria

Sprache, Lachen, schöne Sachen. Einfach machen!

2 Kommentare zu „J wie Januar 2021

Schreibe eine Antwort zu Monika-Maria Ehliah Antwort abbrechen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

<span>%d</span> Bloggern gefällt das: