L wie LyriMo – 30 Tage, 30 Gedichte

Einen Monat lang hat uns LyriMo mit täglichen Impulsen zur Poesie angetrieben. 30 Tage am Stück durften wir uns auf die unterschiedlichsten Weisen austoben und ausprobieren, wobei es jeweils galt, innerhalb eines Tages ein Werk abzuliefern. Hier eine Auswahl meiner Beiträge – alles Weitere seht euch gerne direkt unter dem Link an. Es hat Spaß gemacht!

1.11.: NOVEMBER

November
Ein Monat
Ein wunderschön trauriger Film
Einstimmung auf das Jahresende
Noch einmal Lichter
Allerheiligen
St. Martin
Zwischen Zuversicht und
Nachdenklicher Dankbarkeit
November
Es ist Zeit
Sich warm einzupacken
Und auch aus kalter Luft
Energie zu schöpfen
November
Wir schreiben
Wetterunabhängig
Winter ahnend
Wahnsinnig
Gern
November

7.11.: RONDELL

Ich habe heute laut gelacht
Seifenblasen voll Glück flogen durch meinen Bauch
Ich ließ sie frei, bevor sie platzen konnten
Ich habe heute laut gelacht
Meine Füße hoben vom Boden ab
Meine Augen strahlten in Regenbogenfarben
Ich habe heute laut gelacht
Seifenblasen voll Glück flogen durch meinen Bauch

8.11.: HOTEL

Sie holen die Sterne vom Himmel herunter
Strahlen auf Fotos in ihrer perfekten Version
Sie kämpfen um Treuepunktejäger und Likes
Punkten mit Schwimmbad, Cocktailbar und Balkon
Sie verkaufen uns das, was wir glauben zu suchen
Verkörpern den Glauben an eine schönere Welt
Sie erlauben uns, Glück etwas gelten zu lassen
Bringen uns raus aus dem Alltag und um unser Geld
Wir erwarten von Hotels ein Zuhausegefühl
Gleichzeitig, dass wir unsere heimischen Sorgen vergessen
Wir erwarten von Hotels eine Ruhemöglichkeit
Dazu pausenlos Service und verwöhnendes Essen

Und dann kommt ein furchtbares Virus daher
Und alle Hotels sind plötzlich menschenleer
Die guten und die schlechten
Die abgehobenen und gerechten
Die großen und die kleinen
Die jung gebliebenen und feinen
Und alle Welt möchte weinen,
Weil die Aussicht fehlt
Auf Rasten, auf Fliehen, auf Tanzen
Auf sich nicht mehr im Zimmer verschanzen
Und diese Aussichtslosigkeit quält

17.11.: DIENSTAG – AKROSTICHON

D urcheinander starte ich in den Tag
I rgendwie nicht wach, die Augen noch klein
E twas bewegt mich, ich weiß nicht, ob ich’s mag
N ebel schließt Gedanken unangreifbar ein
S icher fällt später noch Regen vom Himmel
T ropfen für Tropfen wischt er frei meine Sicht
A lles wird klarer im Großhirngewimmel
G utes wird glitzern wenn die Sonne durchbricht

21.11.: PANTUN – SEHNSUCHTSORT

Ich schließe meine Augen still
Das Meer beginnt zu rauschen
Ich atme Salz so viel ich will
Besinne mich aufs Lauschen

Das Meer beginnt zu rauschen
Mich flutet eine frische Kraft
Besinne mich aufs Lauschen
Fühle wie mein Herz sich strafft

Mich flutet eine frische Kraft
Die Ruhe gibt mir Sicherheit
Fühle wie mein Herz sich strafft
Das Glück scheint endlich griffbereit

Die Ruhe gibt mir Sicherheit
Ich atme Salz so viel ich will
Das Glück scheint endlich griffbereit
Ich schließe meine Augen still

24.11.: ICH SOLLTE EIN BUCH SCHREIBEN

Ich sollte, ich könnte, ich würde,
wenn ich wollte.

Wenn ich wäre, wenn ich täte,
wenn ich mich traute zu sein.

Immer schon und schon immer,
irgendwann bestimmt.

Vielleicht.

Oder nicht?

Im Rückblick gibt es Klarheit,
für jede Sicht eine Wahrheit.

Und diese am Ende im Buch –
warum nicht? Ein Versuch?

Veröffentlicht von Eva Maria

Sprache, Lachen, schöne Sachen. Einfach machen!

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